Life so far

About:
Julia Weinzettl

 

Aus Unentschlossenheit begann ich Internationale Betriebswirtschaftslehre zu studieren. Während des Studiums wollte ich aufgrund einer Freundschaft ein Praktikum in Brüssel machen.

Zum ersten Mal merkte ich, was man bewegen kann, wenn man seinen Willen hinter eine Idee setzt.

Das Resultat war ein Praktikum beim Europäischen Parlament in Brüssel finanziert durch ein Stipendium. Danach stellte ich mein Studium selbst zusammen und kombinierte Wirtschaft mit Politik- und Kommunikationswissenschaften, die Säulen, die die Welt bewegen (zumindestens war das damals meine Meinung).

Nach dem Studium zog es mich in die boomende, bunte Welt der Start-ups.
Als Marketingmanagerin der Plattformen sms.at, uboot.com sowie handy.at bekam ich eine rasante Rundumschulung an allem was Arbeiten in einem Start-up tatsächlich bedeutet.
Drei Learnings konnte ich aus dieser Zeit mitnehmen:

‘Yes you can’: Die Freiheit im Kopf alles kreativ umzusetzen, was mir im Zusammenhang mit meiner Arbeit als sinnvoll erscheint. Ein Start-up mit flacher Struktur und ohne lange Entscheidungswege ist hierfür der ideale Ort.

‘There is no free lunch’: Handlungsfreiheit bedeutet auch das Tragen der vollen Verantwortung, gefolgt von selbstgewählten 15 Stunden Arbeitstagen und durchgearbeiteten Wochenenden.

‘Alles ändert sich’: Eindrucksvoll erlebte ich das Platzen der ersten .com Blase aus der Sicht eines Start-ups.

Gestaltungsfreiheit blieb ein wichtiges Element meiner Arbeitsfreude, die ich als Mobile Business Development Manager im nächsten (damals noch) Start-up www.bwin.com ausleben durfte. Sie ließ mich in Flughäfen und Flugzeugen leben, um europaweit Verträge mit Mobilfunkbetreibern zu verhandeln und aufzusetzen.

Durch die Geburt unseres Sohnes wurde ich sesshaft, tauchte als Data Protection Counselor bei der Personensuchmaschine www.123people.com in die heute noch viel brisanteren Themen Security und Privacy ein und begleitete den Exit des Start-ups. Mit im Package kamen die Konsequenzen und Kulturunterschiede, die auftauchen, wenn ein flexibles Start-up von einem großen ausländischen Konzern übernommen wird, inklusive der Abwanderung des Managements, der Einführung von vorgefertigten Prozessen und der Integration in ein großes Unternehmen.

2011 gründeten mein Mann, Mike Weinzettl, Physiker und ich fast zeitgleich mit der Geburt unserer Tochter unser eigenes Start-up: www.taskfarm.com, ein Marktplatz zur Projektvermittlung. Zu dem uns bekannten ‘Start-up’ Geschäft der Umsetzung von einer Idee die auf ‘der Serviette’ kreiert wurde zu einem tatsächlichen, marktfähigen Produkt, gesellten sich Investorenmeetings und Förderanträge und letztendlich die Erkenntnis, dass trotz Investoren, Förderungen und Umsetzungsstärke die Zeit manchmal noch nicht reif für ein Produkt ist.

Parallel erschlossen sich weitere Geschäftsfelder. Wir verlagerten unser Business auf Softwareentwicklung und Consulting mit dem Fokus auf Unterstützung von Start-ups, sowie die Gründung der Interviewreihe Taskfarm – Future of Work.

Ich wollte von Personen, die durch ihre Projekte, wissenschaftlichen Erkenntnisse, Initiativen und Gedanken unsere Zukunft beeinflussen, direkt erfahren, was sie bewegt und wohin sich unsere Gesellschaft entwickeln kann (z.B. technische, Business Modell und soziale Innovationen).

Der Wunsch mit diesen Puzzlestücken ein Bild unserer Zukunft zusammen zu setzen sowie Freude am Zuhören und Schreiben führte zu einer umfangreichen Sammlung an Interviews mit weltweit anerkannten Innovationsträgern und meiner Tätigkeit als Bloggerin und Influencerin im Future und Innovationsbereich.

Körperliche Wendigkeit ist mir ebenso wichtig wie geistige Schnelligkeit. Deshalb ist meine Hauptsportart und Energiespender Shotokan Karate, die Vereinigung von Körper und Geist in der Bewegung.

 

Julia Weinzettl